Hypnose – anerkanntes Therapieverfahren statt Zirkusshow
Hypnose – anerkanntes Therapieverfahren statt Zirkusshow

„Hypnose, das ist nichts für mich!“ Ist Dir Hypnose irgendwie unheimlich? Kein Wunder: Ich denke, wir alle kennen Filmszenen oder Vorführungen aus dem Zirkus, bei der eine Person von einem Hypnotiseur in einen willenlosen Zustand versetzt wird. Die Person wird dann manipuliert, in Trance Dinge zu tun, die sie bei vollem Bewusstsein niemals freiwillig gemacht hätte. Sie macht sich dabei in der Regel völlig lächerlich – und das Publikum schaut zu. Nach der Hypnose kann die Person sich an nichts erinnern. Das ist natürlich der absolute Albtraum! Aber diese Vorstellung ist ein Mythos. Die Person, die vermeintlich hypnotisiert wurde, war ein Teil der Zirkusshow und nicht wirklich aus dem Publikum. Bei der Zirkusnummer mit der Frau in der Kiste wurde diese ja auch nicht wirklich zersägt. 😉 Hypnose ist ein anerkanntes Therapieverfahren. Im Zustand der Hypnose im therapeutischen Setting tut man nichts, wozu man bei vollem Bewusstsein nicht bereit wäre.

Hypnose im therapeutischen Setting

Der Therapeut ist bei der Hypnosetherapie, auch Hypnotherapie oder Hypnosepsychotherapie genannt, lediglich der Vermittler, der anleitet. Man kann sagen die Klientin oder der Klient hypnotisieren sich selber – Hypnose ist immer eine Selbsthypnose. Denn nur mit der Erlaubnis des Klienten kann eine Hypnose stattfinden. Wie ist es nun, wenn man hypnotisiert wird? Man kann sich den Zustand in der Hypnose als körperliche Entspannung bei gleichzeitiger geistiger fokussierter Konzentration vorstellen. Ganz wichtig ist: Du behältst während der Hypnose jederzeit die Kontrolle über Dich. Wenn während der Hypnose etwas passiert, dass einen Widerstand in einem auslöst, lässt der Entspannungszustand sofort nach und der Hypnosezustand hört auf. Somit ist klar, Du wirst mir auch unter Hypnose nicht deine PIN-Nummer verraten. ; ))

Hypnosetherapie ist ein anerkanntes Therapieverfahren

Die Hypnosetherapie ist ein anerkanntes Therapieverfahren. In Deutschland wurde sie vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie 2006 als wissenschaftliche Psychotherapiemethode im Sinne des §11 des Psychotherapeutengesetzes für Erwachsene in bestimmten Anwendungsbereichen anerkannt. In diesem Video vom WDR / Planet Wissen, wird die Wirkungsweise von Hypnose im therapeutischen Setting erläutert und gezeigt, was dabei im Gehirn passiert. Während der Hypnose stehen das Unbewusste, Gefühle und Empfindungen im Vordergrund. Suggestionen (gute Worte) werden direkt ins Unbewusste gegeben, wenn die hypnotisierte Person dies zulässt. Es ist deshalb sehr wichtig, dass der Therapeut oder die Therapeutin achtsam, sensibel und bewusst mit seiner Rolle umgeht: Man wählt beispielsweise nur positive und hilfreiche Worte während der Hypnose, keine negativen. Am besten werden die Suggestionen mit dem Klienten vor der Hypnosesitzung festgelegt. Traumatische Erinnerungen sollen nicht reaktiviert werden. Es sollen auch keine vermeintlichen Erinnerungen in der Suggestionshypnose erzeugt werden.

Anwendungsbereiche der Hypnosetherapie

Suggestionshypnose wird im therapeutischen Setting meist dann angewendet, wenn Du Dir eine Verhaltensänderungen wünscht, die Dir aber schwerfällt umzusetzen, zum Beispiel bei der Raucherentwöhnung oder der Gewichtsabnahme. Auch bei dem Wunsch nach Entspannung, beispielsweise bei Erschöpfungszuständen, Burnout, eine Zielerreichung im sportlichen Kontext oder auch ergänzend bei zehrenden Erkrankungen, eignet sich die Suggestionshypnose im therapeutischen Setting gut.

In folgenden Bereichen findet die Suggestionshypnose-Therapie Anwendung:

– Abnehmen von Übergewicht
– Raucherentwöhnung
– Ängste
– Zwänge
– chronische Schmerzen
– Erschöpfungszustände
– Schlafstörungen
– Reizdarm
– sexuelle Störungen
– während medizinischer Eingriffe statt Narkose
– bei Anspannung und Stress, z.B. während einer Zahnarztbehandlung

Die Hypnosetherapie eignet sich beispielsweise nicht für Menschen mit einer akuten Psychose, Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck, schwere Konzentrationsprobleme oder unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Wenn Du unsicher bist, ob Hypnose etwas für Dich ist, sprich mich gern an oder wende Dich an Deinen Hausarzt.
Wurdest Du schon einmal hypnotisiert oder hast Erfahrungen mit Selbsthypnose? Konnte Dir eine Hypnosetherapie weiterhelfen?

Deine Katharina

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